Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   OOo42.org
   Unsere Crew

http://myblog.de/ooo42

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
OpenOffice.org vor dem Umbruch?

9. Juli 2006

Sun Microsystems entlässt in Deutschland rund 130 Mitarbeiter - weltweit werden 4000 bis 5000 Stellen im nächsten halben Jahr wegfallen. Ob davon auch die Entwicklungsabteilung von StarOffice in Hamburg betroffen ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Da Sun Microsystems rote Zahlen schreibt, bleibt abzuwarten wie es mit OpenOffice.org (StarOffice basiert auf OOo und Sun Microsystems hält das Copyright) weitergeht.

Grundsätzlich gibt es wohl drei Möglichkeiten, wie die Zukunft von OpenOffice.org aussehen könnte:

1. Sun Microsystems schafft es, ein eigenes, erweitertes Geschäftsmodell rund um OpenOffice.org zu entwickeln. Seit der Freigabe des früheren StarOffice-Quellcodes und dem Aufbau des OpenOffice.org-Projekts im Jahr 2000 ist zwischenzeitlich ein kostenpflichtiger Telefonsupport eingerichtet worden, wie ihn auch andere OOo-Dienstleister betreiben. Seit vergangenem Jahr gab es Bestrebungen bei Sun, ein Geschäftsmodell rund um Plug-ins für OpenOffice.org aufzusetzen und die Open Source Office Suite zu einer Plattform auszubauen. Das Modell wird bereits erfolgreich von IBM mit seiner Java-basierten Arbeitsplatz-Umgebung Workplace betrieben.
2. Sun Microsystems verkauft die komplette Geschäftseinheit rund um StarOffice und damit auch die Entwicklerbasis von OpenOffice.org. Als mögliche Käufer könnten die Wettbewerber in Frage kommen. Zu den möglichen Kandidaten aus dem Softwareumfeld zählen z. B. Google, IBM oder Novell. Bereits Ende Februar trafen sich die derzeit an OpenOffice.org beteiligten Unternehmen Novell, Google und Intel zu persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen der StarOffice-Entwicklung in Hamburg. Seit Vorstellung der Kooperation zwischen den "Stanford-Firmen" Sun und Google halten sich zahlreiche Gerüchte um ein "Google Office". Im Moment arbeitet der Suchmaschinenriese jedoch an einem Weboffice.
3. Sun Microsystems stellt das OpenOffice.org-Projekt auf breitere Beine und initiiert die Gründung einer eigenen Stiftung, vergleichbar mit den Foundations von GNOME oder Mozilla. Diese Möglichkeit wurde bereits zum diesjährigen LinuxTag im Mai in Fachkreisen diskutiert und öffentlich gefordert. Sun Microsystems ist bei den Stiftungen von GNOME und Mozilla ein aktives Mitglied. Mit dem Weg einer Stiftung könnte Sun zudem verhindern, dass "Lieblingswettbewerber" IBM seine Finger zu tief in das OpenOffice.org-Projekt stecken könnte, da in Projekt-Foundations kollaborative Strukturen für eine faire Zusammenarbeit sorgen.

Wann Sun Microsystems die anstehenden Veränderungen rund um seine Office-Division initiieren wird und wie diese dann konkret aussehen, ist derzeit offen. Lange wird es jedoch wohl nicht dauern. So wurde das Thema "Foundations" bereits im November 2005 im OOo-Projekt diskutiert, wobei sich auch der Vorsitzende des OpenOffice.org Deutschland e.V. vorrausschauend dazu geäußert hatte.

Wir sprachen auf der diesjährigen GNOME Entwickler-Konferenz GUADEC in Barcelona mit einigen Insidern. Übereinstimmend sind sich alle Experten einig, dass OpenOffice.org weltweit das zweitwichtigste Open Source Programm ist - direkt nach dem Internet-Browser Mozilla Firefox. Mit der gemeinsamen Initiative von IBM, Sun Microsystems und weiteren Unternehmen für ein frei zugängliches und ISO-standardisiertes Dokumentenformat ist ein entscheidender Schritt zum Überwinden des Microsoft-Monopols im Office-Bereich gelungen.

Als nächste Herausforderung steht wohl das Thema EB-XML im Raum. Mit einem offenen und standardisierten XML-Schema für das Electronic Business (EB) könnte OpenOffice.org zur Standard-Plattform im Geschäftsleben heranreifen. Der Grund: Mit OOo können Formulare mit xForms und PDF erstellt und ausgetauscht werden.


Vor Ort auf der GUADEC war Thomas.

Links: heise.de: Sun streicht acht Prozent der Stellen in Deutschland
heise.de: Führungswechsel bei Sun
Mail Archive: Stiftung für OpenOffice.org
GUADEC
9.7.06 07:33


Werbung


Microsoft und die Berichterstattung über Office-2007-Betas

Die Meinung des Kommunikationsoffiziers:

Wer ernsthaft in die Meinungsfreiheit von Fachmedien eingreifen will, um ahnungslose Office-Nutzer "anzufixen", hat den Schuss nicht gehört. Der Schlüsselbegriff dazu lautet "Pressefreiheit" und nicht "Stasi-Methoden". Wenn Redmond Verlagen die Veröffentlichung von OpenOffice.org auf Heft-CDs verbieten will, scheint dort die blanke Angst vor offenen ISO-Standards, wie OpenDocument zu herrschen. Computermedien, die sich auf kostenlose Microsoft-CDs und gekaufte Lobeshymnen einlassen, gehören vor den Presserat zitiert und in der Öffentlichkeit geächtet. Solch "schmierige Nummern" sind ein guter Anlass, unter Fachmedien die Spreu vom Weizen zu trennen.

Link: COMPUTERBILD: Microsoft will per Vertrag in die Berichterstattung von PC-Magazinen über die "Office 2007"-Vorabversion eingreifen - Vertrag ist Bedingung für "Office 2007 Beta 2" auf Heft-CDs/-DVDs
9.7.06 07:38





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung