10. August 2006
Die Open Source Office Suite erhält mit dem kommenden Minor-Release 2.0.4 eine Erweiterung, mit der das Büropaket künftig einfacher über das Internet auf den neuesten Stand gebracht werden kann. Das sagte OpenOffice.org-Projektmanager Louis Suárez-Potts in einem Interview mit dem Linux- und Open Source-Newsportal NewsForge. Damit brauchen Nutzer nicht mehr die neueste Version der Office-Suite komplett aus dem Internet neu laden und installieren, um Ihre Büroanwendung zu aktualisieren.
Louis Suárez-Potts betonte jedoch, dass die Update-Funktion eine komplizierte Erweiterung ist und es derzeit noch Schwierigkeiten mit der Integration in OpenOffice.org für Linux-Distributionen gibt. Der OpenOffice.org-Experte befürchtet, das Hersteller von Linux-Desktops die Bürosoftware ohne Online-Update ausliefern könnten. Bei der Schwester-Suite StarOffice müssen Anwender die Update-Packete von einer Website des Herstellers Sun Microsystems herunterladen und manuell installieren.
Mit der Erweiterung von OpenOffice.org um eine Update-Funktion setzen die OpenOffice.org-Entwickler ihren eingeschlagenen Weg der kleineren Entwicklungsschritte fort. Damit werden neue Funktion für OpenOffice.org bereits mit Minor-Releases ausgeliefert, anstatt auf den nächsten Major-Release (hier OpenOffice.org 3.0) zu warten.
Die englischsprachige Originalmeldung ist bei NewsForge nachzulesen auf
newsforge.com .
Eine deutschsprachige Meldung zum Interview finden Interessierte bei Pro-Linux unter
prolinux.de.